Neurodermitis-Hautpflege – Die Suche ist oft schwierig
Die Haut spannt und juckt, Entspannung ist kaum mehr möglich. Jeder, der unter Neurodermitis leidet, kennt dieses Gefühl. Die Suche nach einer passenden Hautpflege kann lang und frustrierend sein.
Viele Pflegeprodukte werden als vermeintliches Wundermittel angepriesen und entpuppen sich hinterher doch als nicht sonderlich hilfreich. Denn nicht jede Creme wird von jedem Betroffenen gleich gut vertragen. Während die einen auf eine fettbasierte Creme schwören, sorgt das fettige Gefühl bei anderen nur noch für höheren Juckreiz. Es gibt allerdings einige billige Hausmittel, die häufig zu Erfolg führen und auch den Geldbeutel nicht sehr belasten.
Zum Beispiel hilft Totes Meersalz vielen Betroffenen sehr. Es kann als Badezusatz verwendet oder in wenig Wasser aufgelöst zum Abwaschen der betroffenen Hautstellen benutzt werden. Das Salz hat eine desinfizierende Wirkung und entfernt abgestorbene Hautschüppchen effektiv. Gerade bei offenen Hautstellen kann die Behandlung stark brennen; dieses Gefühl verfliegt jedoch schnell und die Haut ist hinterher sichtbar erholt. Die Mineralien des Salzes unterstützen die Wundheilung und die Hauterneuerung. Nach dem Abwaschen sollte die Haut allerdings mit einer als angenehm empfundenen Creme eingecremt werden, da das Salz die Haut auch leicht austrocknet.
Von vielen Betroffenen wird auch ein regelmäßiges Sonnenbad als angenehm bei einem Neurodermitisschub empfunden. Die Sonne regt die Wundheilung der Haut an, sodass offene Hautstellen schneller abheilen und Entzündungen stark zurückgehen. Egal ob man draußen in der Sonne liegt oder eine Sonnenbank besucht – man sollte stets seinen individuellen Hauttyp beachten und es mit der Sonnenstrahlung nicht übertreiben. Wenn man unsicher ist, wie viel UV-Strahlung der eigene Körper verträgt, kann ein Besuch beim Hautarzt aufschlussreich sein.
Manche Menschen schwören auch auf Haferflocken zur Linderung akuter Entzündungen. Diese können als Aufguss zubereitet oder als Paste angerührt und auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden. Auch Haferflocken wirken entzündungshemmend und stillen den Juckreiz. Als ganze Flocken haben sie zudem einen leicht peelenden Effekt, sodass abgestorbene Hautschüppchen vorsichtig entfernt werden. Im Handel sind zuweilen auch Cremes oder Seifen erhältlich, die Haferflockenzubereitungen enthalten.