Immobilien sind derzeit für günstige Preise zu erstehen

Seit die Finanzkrise die Weltwirtschaft erschütterte, haben viele Branchen mit Umsatzeinbußen zu kämpfen. Dem rapiden Wertverfall von Anlagen vorangegangen war der Einbruch des Immobilienmarktes.

Was viele um ihre Existenz brachte und für weltweite Aufregung sorgte, bietet auch Chancen. So lassen sich derzeit auf dem Markt für Gebäude ein paar Schnäppchen erstehen. Ob nun privater Haushalt oder Gewerbenutzer – praktisch jeder, der über die finanziellen Mittel verfügt, kann dieser Tage den möglicherweise lang ersehnten Traum vom Eigenheim verwirklichen.

Während viele Häuser, beispielsweise im europäischen Norden, im letzten Jahr kaum Preisschwankungen durchleben mussten, sind Objekte in Übersee, Zentraleuropa und im Osten Deutschlands günstig wie selten zuvor. Irrtümlicherweise blieb auch der Luxus-Sektor nicht von preislichem Verfall verschont, denn auch die oberen 10.000 mussten sich zwangsweise von Villen, Fincas und Ferienhäusern trennen. Ferner bietet die Branche auch Anreiz für Spekulationen und Investitionen. Gebäude zählen nach wie vor zu den sichersten langfristigen Anlagemöglichkeiten. Der sogenannte ROI, sprich Return-of-Investment, gibt Auskunft darüber, mit welcher Rendite das investierte Geld zurückfließt und wird von Banken in Bezug auf den Markt derzeit als sehr gut eingestuft.

Wer weniger anlageorientiert handelt und nach einem neuen Eigenheim Ausschau hält, der kann sich mit etwas Recherche einen guten Überblick über die angebotenen Objekte im Internet verschaffen. Auf zahlreichen Seiten lassen sich in komfortablen Masken die interessantesten Objekte betreffend Preis, Größe, Standort und Ausstattung herausfiltern. Ein Termin mit einem Makler kann in vielen Fällen direkt online vereinbart werden. Vorschnelles Handeln kann allerdings von Nachteil sein – so wurden beispielsweise kurz nach der Wiedervereinigung zig Millionen Euro durch Privatkäufer verwirkt, welche die Gunst der Stunde witterten und ihr erspartes Vermögen in fast wertlose Objekte investierten.

Auch ist zu bedenken, dass ein Hauskauf neben dem Anschaffungspreis weitere Kosten mit sich bringt. So fallen Gebühren für den Makler, den Grundbucheintrag und nicht zuletzt für eine eventuelle Finanzierung an. Über einen entsprechenden Finanzierungsplan sollte sich im Vorfeld mit der Hausbank daher abgesprochen werden, um Engpässe in den Folgejahren zu vermeiden. Wer mit Zusatzkosten von etwa 15 % des Anschaffungspreises kalkuliert, hat etwas Spielraum für ungeplante Ausgaben, Reparaturen oder Einrichtungsgegenstände. Letztere lassen sich bei einem Kauf von vollmöblierten Immobilien übrigens vom Kaufpreis des Objektes abziehen und somit steuerlich geltend machen.